Filmdetail

Teaser
  • Deutsche Rechtsradikale jeglicher Coleur haben das ehemalige Nordostpreußen zu ihrem Lieblingsexerzierfeld erkoren.
Synopsis
  • Reps, Bündische Jugend, Wiking Jugend, DVU, Aktion Deutsches Königsberg, Burschenschaften, Deutsche Liga für Volk und Heimat, Deutsche Bürgerinitiative und wie sie alle heißen, sehen in der von Rußland abgetrennten Lage des Kaliningrader Gebiets die einmalige Chance, im Krieg verlorenene „deutsche Erde“ zurückzugewinnen.
    Jasnaja Poljana, das einstige Trakehnen, ist fest in rechter Hand. Die „Aktion Deutsches Königsberg“ des bekannten rechtsradikalen Verlegers Dietmar Munier baut hier mit deutschen Spendengeldern ein neues „deutsches Dorf“ für Rußlanddeutsche. Sie betreibt eine Baugesellschaft, eine Tischlerei und Schlosserei und ein „Deutsches Hotel“. Wer für Munier arbeitet, verdient ein Mehrfaches dessen, was die auseinanderfallende Sowchose zahlt. Und bevorzugt eingestellt werden rußlanddeutsche Übersiedler aus den ehemaligen mittelasiatischen Sowjetrepubliken. Das Konzept der „Aktion Deutsches Königsberg“ , deutsche Fakten auf „alter deutscher Erde“ zu schaffen, scheint aufzugehen. Im traditionsreichen Trakehnen stellen die Rußlanddeutschen schon über die Hälfte der Einwohner. Und viele von ihnen besuchen die ebenfalls von Munier und anderen bekannten Rechtsradikalen gegründete „Deutsche Schule Trakehnen“. Begeistert verkündet der Verleger, nun könne er in Trakehnen überall wieder deutsch sprechen und sehe akkurat gezogene deutsche Mauern wachsen.

    Die rechtsradikale Erfolgssory endet in einem Sowchosenstall zwischen tausenden Rindern. Hier erleben wir russischen Volkszorn: Die deutschen Spenden landeten nur bei Rußlanddeutschen, die Russen würden immer ärmer und abhängiger. Aus Angst vor nationalen Unruhen haben die anfänglich sehr gewogenen russischen Behörden Munier nun ein Einreiseverbot erteilt. Und auch die Rußlanddeutschen sind bei genauerem Hinsehen nicht das, was ihre deutschnationalen Gönner von ihnen erträumten. Trotz deutscher Schule reden 99% der Deutschen untereinander nur russisch. Und sie denken auch russisch.Sie haben russische Verwandte,sind tief mit der russichen Kultur verwachsen und nicht zuletzt deshalb im Kaliningrader Gebiet gelandet und nicht weiter nach Deutschland gereist. Selbst der nach russischem Recht als offizieller Grundbesitzer des „deutschen Dorfs“ benötigte „Strohmann“, der rußlanddeutsche Vitalij Holzmann, hat inzwischen von der deutschtümelnden Ideologie der Rechtsradikalen genug . Er kündigte seinen Vertrag mit Munier und erlaubte uns nebenbei tiefe Einbicke in die Aktivitäten der „Aktion deutsches Königsberg“.

    Die intelligentere Variante rechtsradikaler Germanisierungsstrategien verkörpert der ehemalige NPD-Funktionär Otto. Er kam ursprünglich als Deutschlehrer für Munier nach Trakehnen, hat inzwischen nach eigenen Worten aber dazugelernt und leitet ein ebenfalls mit deutschen Spendengeldern finanziertes Bauunternehmen. Ohne und gegen die Russen gehe in Nordostpreußen momentan nichts, sagt er uns. Es sei sogar gut, daß russische Truppen hier ständen. Schließlich gebe es polnische und litauische Begehrlichkeiten. Wenn immer mehr deutsche Investoren nach Königsberg kämen und zeigten, wie Deutsche wirtschaften, könnten die Russen hier durchaus noch länger ihre Staatsfahne hissen. Ein Großteil der Bevölkerung der Exklave wolle bereits heute lieber früher als später zu Deutschland gehören. Und vielleicht könne man schon im Jahr 2000 hier ein gemeinsames deutsch-russisches Armeecorps stationieren...

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    Eine Produktion der Kern TV im Auftrag des NDR
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