Filmdetail

Teaser
  • Der nonverbale Dokumentarfilm ROBOT WORLD zeigt die Evolution der Roboter vom mechanischen Somnabulisten bis zum autonomen Sensorium. Dabei unterstreicht der neoklassische Violinist Matt Howden die Filmaussage, dass die künstlichen Menschen unsere andersartigen Doppelgänger sind.
Synopsis
  • ROBOT WORLD ist ein Kompilationsfilm. Das Quellmaterial des einstündigen Films stammt aus den Roboterlabors der Universitäten, aus privaten Aufnahmen von Industriemessen, Militärarchiven sowie Imagefilmen der Roboterbranche. Dazu kommen Laufbilder alter 16 mm-Filme aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Aus weit über hundert Stunden Rohmaterial wurde der nonverbale Dokumentarfilm recycelt. ROBOT WORLD ist der zweite Film in der Reihe "Technik & Geist & Evolution" des Münchner Filmemachers Martin Hans Schmitt.
    Der erste Film dieser Reihe, HIGHWAY WORLD, handelt von Autobahnwelten und absolvierte 2008/2009 erfolgreich den internationalen Filmfestivalparcours.

    ROBOT WORLD ist 60 Minuten lang und in sechs Hauptakte aufgeteilt. Diese Hauptakte (Schwingungen, Räume erkunden, animalisch, Produktion & Sprechen, Kinderspiele, Krieg und Penetration) werden durch kurze Videogemälde markiert. Diese kündigen den gefühlten Evolutionszustand an. Neben den Hauptsequenzen manifestieren drei surrealistische Einschübe, dass sich die Roboter im Laufe ihrer Evolution vom reinen Maschinenwesen über eine Schlafwandlerkreatur hin zu einem künstlichen Menschen entwickeln, welcher seiner mechanischen Hülle entkommen konnte und vollkommener Freiheit entgegenschwebt.

    Der enorme Fundus der verfügbaren Bildquellen (122 Stunden Rohmaterial) ermöglichten dem Regisseur Martin Hans Schmitt ein zyklisches Wiederholen von gleichen Bildinhalten, ohne dabei aber die Bildquellen selbst wiederholen zu müssen. Ferner erfolgte eine Montage mit graphischen Anschlüssen, bei dem der zweidimensionale Bestand an Farbe, Form oder Bewegung zweier aufeinanderfolgender Bilder der Gleiche ist.

    ROBOT WORLD hat keine erkennbare narrative Struktur. Der nonverbale Dokumentarfilm arbeitet mit der offeneren Struktur eines thematischen Schemas. Dieses thematische Schema findet sich in den einzelnen Akten von ROBOT WORLD wieder, die aufzeigen, dass die Konstruktion der Roboter evolutionär verläuft. Auf einer äußeren und inneren Ebene. Die äußere Evolutionslinie der Maschinenwesen verläuft biologisch über "Einzeller" in Form von Nano-Robotern, über die fortschreitende Entwicklung von Gliedmaßen wie Armen, Händen und Beinen sowie von insektenähnlichen Schwarmwesen bis hin zur Ausformung von Kaltblütern, Säugetieren und humanoiden Robotern. Begleitet wird diese biologische Entwicklung von einer Nachahmung typischer menschlicher Aktivitäten wie Räume erkunden, ein Spielpartner für Kinder zu sein, Kriege zu führen oder Operationen am menschlichen Leib vorzunehmen. Diese Imitationen zeichnen die innere Evolutionslinie der Roboter nach.

    Die Musik von Matt Howden wickelt sich förmlich um den Film herum; das Klavier zeichnet die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der Roboter nach, das Gebundensein an ihren Mechanismus und an ihre künstlichen Muskeln und Formen. Es gibt das Tempo für ihre Aktionen vor. Die Saiten der Violine bereichern die Musik im Wechselspiel mit dem Klavier. Die Saiten verursachen das organische Lauterwerden des Ensembles, oder sie klingen, als ob sie mechanisch eingeschränkt wären, in kleinen Zyklen geloopt. Die Saiten wirken dabei gegensätzlich zum Rhythmus der Musik. Die Violine, die häufig mit der menschlichen Stimme gleichgesetzt wird, ist hier die Stimme der Roboter: ihr Ausdruck, ihre Funktionalität und ihre Ambitionen.

    Roboter sind das Schattenbild ihrer Erbauer - im Inneren wie im Äußeren. Die Evolution des Menschen setzt sich in den Maschinenwesen fort. Ob sich die künstlichen Menschen eines Tages frei machen können von der Entwicklungslinie des Homo sapiens, bleibt am Ende des Films der Interpretation des Zuschauers überlassen. Der kommentarlose Kompilationsfilm ROBOT WORLD fordert zum Nachdenken über die Andersartigkeit unserer anscheinenden Doppelgänger auf.
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